Bei uns gibt es keine Verstärker, keine Kabel und Schläuche, die Euer Aug’ beleidigen… Was dazu führt, dass der hochwohllöbliche Herold Ansgar von Lutowe am Sonntag schon etwas heiser sein wird und was der Grund dafür ist, dass unsere Musici sich über jedes Bier freuen, das Eure Dankbarkeit für die treffliche Unterhalt zeigt!
Eure Mägen werden versorgt mit Fleisch aus der Region, Gemüse, das gerade dem Garten entsprang und heißem Käse, den unsere Handelsgenossen aus dem fernen Frankreich brachten. Und das ist noch nicht alles, solltet ihr noch Platz in Eurem Wanst finden, haben die süßen Zuckerbäckerinnen sicher die ein oder andere Versuchung für Euch!
Euer kostbares Gesöff trinkt Ihr aus Ton- und Glas-Kunst, nicht aber aus Pappbechern. Auch wird Euren Zungen kein Schaden zugefügt durch seltsame Flüssigkeiten von fernen Kontinenten: In der Taverne zum lachenden Mönch gibt es Bier, Saft, Met, Wein und natürlich Wasser (mehr zum Waschen, denn zur innerlichen Anwendung). An den Zutaten änderte sich seit Jahrhunderten nichts, am Durst der Feiernden auch nicht!
Natürlich dürfen zahlreiche Tiere im Mittelalter nicht fehlen. In jeder Stadt und in den dörfischen Siedlungen tummelten sie sich, mussten sich vor den Gerbern und Wilderern in Acht nehmen und halfen den Menschen ihr hartes Leben zu bestreiten. Die sieben Ziegen des Annenhofes werden also zugegen sein und die Nutzung von Ziegen als Lasttiere demonstrieren. Die Hühner (auch die bedrohte Rasse der Lachshühner) laufen ohnehin auf dem Plan und sorgen immer wieder für angenehme Unterhaltung, wenn ein Gast seinen Kuchen in der Hand unbeaufsichtigt herunterbaumeln lässt! Die 13 Katzen beäugen das Geschehen meist von entlegenen Wipfeln, genauso wie die Enten Elisabeth und Isoldo, aber mindestens Kater Elias stürzt sich ins Getümmel. Die Kaltblutpferde des Hofes sind schon vom Parkplatz aus zu sehen und ertragen das Gewusel mit stoischer Ruhe.
Abends dann, wenn die Sonne rot untergeht und das Gebäude-Ensemble in romantisches Licht taucht, werden die Fackeln und Laternen entzündet. Die Meute sammelt sich um die Lagerfeuer, wenn die Musici zum Nachtkonzert aufspielen und die tanzenden Leiber nur noch schemenhaft auf der Schwoofdeel oder der Bühne auszumachen sind. Die letzte Veranstaltung zog sich mit zum nächsten Sonnenaufgang. Etwas Wasser für den Leib, frischer Tee oder neues Bier gegen den Kater und ein frisches Gewand (bei einigen?) machte die Feiernden wieder fit für den Sonntag, an dem erfahrungsgemäß noch mehr Menschen den Weg zu uns finden und einen richtigen Urlaubstag verleben.


